Montag, 30. August 2010

Einkaufscontrolling mit SAP NetWeaver BW 7.0

Gerade war ich bei einem größeren Reportingprojekt bei der Milchunion Hocheifel eG (MUH). Für das Einkaufscontrolling haben wir verschiedene Reports entwickelt und ein BW-Upgrade von SAP NetWeaver BW 3.5 auf BW 7.0 durchgeführt.

„Im Einkauf liegt der Segen“ - dieses alte Händler-Sprichwort gilt heute noch. Doch wie erreicht man diesen Segen? Harte Preisverhandlungen zu führen, reicht längst nicht mehr aus. Das hab ich in diesem Projekt gelernt. Erst der Einsatz moderner IT-Systeme und Verfahren aus der Betriebswirtschaft garantieren die Ausschöpfung von Einkaufspotentialen. Für die MUH haben wir ein umfassendes Reporting für Einkäufer-, Materialgruppen- und Lieferantenanalysen aufgebaut. Hier eine Auswahl der von uns modellierten Berichte:

  • Umsatz und Anzahl der Bestellbelege je Einkäufer pro Tag, Woche, Monat oder Jahr
  • Warenkostenveränderungen im Wareneingang
  • Einkaufsvolumen nach Warengruppe
  • Bestandsreporting (Materialbewegungen im Monat, Bestandswerte am Lagerort)
  • Umsatz je Lieferant pro Tag, Woche, Monat oder Jahr
  • Zahlungsziele und -konditionen (sofort und nachträglich gewährte Rabatte, Skonti, etc.)

Diese Kennzahlen liefern dem Unternehmen entscheidende Hinweise auf Rationalisierungspotentiale, z.B. hinsichtlich der Bündelung von Einkaufsvolumen oder Make-or-Buy-Entscheidungen. Analysen und Kennzahlen auf Knopfdruck ermöglichen es, das Management schnell und präzise zu informieren.

Freitag, 27. August 2010

BI-Strategie - verzweifelt gesucht

Business Intelligence gehört nicht gerade zu den allerneuesten Management-Ansätzen - schließlich beschäftigen wir uns bereits seit Anfang der 90er Jahre damit. Berichtswesen oder Reporting sind weit länger etabliert. Ich wundere mich daher ehrlich, dass dennoch vielen Unternehmen strategische Ansätze fehlen, wie BI integriert werden kann.

Wenn ich nur daran denke, welche Heerscharen von Managementberatung sich an Konzepten probiert haben! Die Spanne reicht vom klassischen Reporting über Planungsfunktionen bis hin zu Simulationen. Für die Darstellung wurden komplexe Management Inforamtionssysteme (MIS) oder Executive Dashboards entwickelt. Dennoch bleibt es für die meisten Unternehmen eine Herausforderung, die Fülle Ihrer Daten auf wenige Kennzahlen und Abfragen zu reduzieren. In der Regel fehlt es schon an einem einheitlichen Prozess für die Datenerhebung und -auswertung. Und genau hier liegt das Problem.

Eine konsequente Strategiebildung kann Fehler in der BI-Planung vermeiden und Unternehmen die richtige Marschroute vorgeben. Doch ohne etablierte Prozesse fehlt die Möglichkeit, eine Strategie zu entwickeln. Dabei ist es so einfach: Daten sammeln, Datenqualität sichern, Daten aufbereiten und freigeben, Entscheidungen treffen, Entscheidungen überprüfen, Daten sammeln. Schade nur, dass 75% der Unternehmen trotz der besten Werkzeuge immer noch nicht dazu in der Lage sind.