Donnerstag, 29. Juli 2010

Kaum Schutz vor internem Datenklau bei Banken

Schon wieder eine Steuer-CD im Angebot - diesmal greift die schleswig-holsteinische Finanzbehörde zu. Der Handel mit solchen Datenträgern scheint sich zu einem lukrativem Geschäftszweig zu entwickeln. Da reagieren inzwischen selbst notorische Steuerhinterzieher panisch. Aus Angst schnellte die Zahl der Selbstanzeigen in Rekordhöhe und liegt jetzt bundesweit bei mehr als 20.000.

Aber welches Licht wirft das eigentlich auf die betroffenen Banken? Die LLB hat in der Vergangenheit Einiges unternommen, um ihre Kunden zu schützen. Wusstet Ihr, dass sie Erpressern sogar neun Millionen Euro für gestohlene Daten deutscher Kunden gezahlt hat? Die Bande flog auf - der Haupttäter war ein ehemaliger Gruppenleiter der Bank. Das zeigt, die Finanzbranche hinkt beim Datenschutz mächtig hinterher. Dabei ist die Bedrohng durch eigene Mitarbeiter viel größer als durch Externe.

Banken und Versicherungen benötigen bessere Agumente als Sätze wie „Das passiert bei uns nicht.“ Vielfältige Prozessänderungen bei der Vergabe und Verwaltung von Berechtigungen sind notwendig, um sich so zu organisieren, dass Datenklau fast unmöglich wird. Wir bei der IBSolution unterstützen schon seit einigen Jahren viele Banken und Versicherungen bei der Konzeption und Implementierung von compliant Identity- und Access-Management. Auch wenn sich das nicht unbedingt in unsren Referenzen wiederfindet - wir behandeln unsere Kunden im Finanzsektor sehr diskret.

"Die Unternehmen erkennen langsam, welche Bedeutung Informationssicherheit für das Business hat", kommentiert Deloitte-Analyst Adel Melek die aktuelle Situation. Ohne die vielen Negativ-Schlagzeilen über Datenskandale würde es hier wohl kein Umdenken geben. Die Unternehmen haben schlicht Angst um ihren Ruf. Ich "freue" mich schon auf die nächste Steuer-CD. Denn die stammt garantiert wieder von einer Bank, bei der ich noch keine Beratung gemacht habe.

Montag, 26. Juli 2010

Mehr Transparenz für die Technischen Werke Kaiserslautern

Finanzwesen und Controlling verfügen jetzt über ein umfassendes Liquiditätsmonitoring.

Und wieder neigt sich ein erfolgreiches Projekt zu Ende: Dieses Mal waren wir bei den TWK Technischen Werken Kaiserslautern. Die TWK beliefern rund 90.000 regionale Kunden in der Westpfalz mit Strom, Fernwärme und Wasser und betreiben den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Einzugsgebiet der Stadt Kaiserslautern. Insgesamt erwirtschaften die 650 Mitarbeiter so jährlich über 150 Millionen Euro. Das ist eine ganze Menge Geld. Ohne ein durchgängiges Liquiditätsmanagement verliert man schnell den Überblick. „Deshalb haben wir uns entschieden, ein Liquiditätsmonitoring auf Basis von SAP-Software einzuführen“, erklärt mir der IT-Leiter, Herr Willig. Wir empfahlen den TWK die SAP BusinessObjects Lösungen für Business Intelligence, mit deren Hilfe sich große Datenmengen besonders schnell und einfach analysieren und aufbereiten lassen.

Das Ergebnis unserer Umsetzung ist ein umfassendes Liquiditätsmonitoring, das auf Tastendruck die aktuellen Zahlen liefert. Einen schnellen Überblick liefern die Dashboards von SAP BusinessObjects Xcelsius Enterprise. Damit können die Finanzexperten der TWK im Handumdrehen übersichtliche Berichte erstellen und Daten professionell visualisieren. Dank einfacher Dropdown-Menüs, Eingabefeldern und Tabreitern können sie komplexe Finanzdaten schnell und übersichtlich präsentieren. Unterstützt wird die Buchhaltung außerdem durch die Analysefunktionen von SAP Business Explorer Analyzer. So erkennen die Mitarbeiter schnell, welche Rechnungen schon verschickt wurden, welche bezahlt und welche noch offen sind.

Die Liquiditätsdaten aus SAP for Utilities sind in SAP NetWeaver Business Warehouse integriert und stehen dort für das Reporting bereit. Über die neuen Frontend-Werkzeuge finden Daten aus allen Komponenten zuverlässig und übersichtlich ihren Weg zum Anwender. „Mithilfe der neuen Lösung läuft der Prozess jetzt automatisiert in SAP NetWeaver Business Warehouse ab. Unsere Mitarbeiter erhalten mit einem Klick eine Aufstellung aller Posten – und das übersichtlich aufbereitet“, sagte mir Markus Vollmer, der Geschäftsführer der TWK. Dadurch können die TWK also ihr operatives Geschäft nun besser überblicken und steuern. Die Verantwortlichen erkennen auf einen Blick, welche Zahlungen möglich sind. So geht das Unternehmen bestens vorbereitet ins Tagesgeschäft und erkennt frühzeitig mögliche Zahlungsengpässe. Auch kurzfristige Investitionen lassen sich dank tagesaktueller Informationen planen und prüfen. Die TWK gewinnen an Sicherheit und haben mehr Zeit für ihr Kerngeschäft.

„IBSolution hat uns mit einer schnellen Implementierung in guter Qualität zu günstigen Konditionen überzeugt“, zog Herr Willig sein sehr positives Fazit. Und wir wurden gleich für ein Folgeprojekt im Bereich Controlling/Finanzen gebucht.

Montag, 19. Juli 2010

4.-14. Juli - FIFA Fussball-WM Südafrika

Ich habe mich schon länger nicht mehr gemeldet - zu recht! Ich war mit Tim und Loren in Südafrika. Wir hatten die einmalige Gelegenheit, die beiden Halbfinals und das Finale der FIFA Fussball Weltmeisterschaft anzuschauen. Anfang Juli ging es dann zur Finalrunde nach Kapstadt. Der Flug mit KLM war ausgesprochen angenehm. Mit ein wenig Überredungskunst habe ich es doch tatsächlich ins Cockpit geschafft. Und Silvie van der Vaart war eine sehr nette Gesprächspartnerin während des 11-stündigen Flugs.
Selbstverständlich drehte sich der ganze Trip hauptsächlich um Fussball. In Kapstadt haben wir das Spiel der Holländer gegen Uruguay gesehen. In Durban am Folgetag sahen wir die deutschen gegen Spanien verlieren. Das war ein knappes Ding - von uns! Nachdem irgendwelche VIP's und FIFA-Funktionäre den Durban-Flughafen mit Jets wild zugeparkt hatten (wie damals an der Hochschule), hatten wir 3 Stunden Verspätung und sind 20:05 Uhr am Flughafen Durban losgefahren. Mit heissem Reifen und langem Endspurt konnten wir den Anstoss um 20:30 Uhr doch noch im Stadion geniessen. Ich habe mich gleich mit ein paar Edelfans und dem Maskottchen Zakumi (ein Leopard) ablichten lassen.
Nebenbei durften wir den Luxus des offiziellen Hospitality-Programms geniessen. Unglaublich, welche organisatorischen Meisterleistungen dahinterstecken, um 80.000 Menschen mehr oder weniger gleichzeitig und Just-In-Time mit Essen und Trinken zu versorgen. Beim sehr leckeren Essen und Trinken habe ich gleich den Geschäftsführer von TOI TOI & Dixi kennengelernt (das sind die mit den Toiletten).
Zwischendurch war auch Zeit für ein wenig Sight-Seeing. In Kapstadt mussten wir natürlich auf das Wahrzeichen der Stadt, den Tafelberg.
Das lohnt sich echt! Wir haben auch noch die Weingegend rund um Stellenbosch und Paarl angeschaut und lecker getrunken und gegessen. Nicht fehlen durfte natürlich eine kleine Safari durch das Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve bei Durban. Wir haben Elefanten, Zebras, Giraffen, Nashörner, Antilopen, Warzenschweine, Paviane, Löwen,... gesehen. Ein toller kleiner Park mit schönen Tagestouren.
Leider liess die Reiseplanung das Spiel der Deutschen um Platz 3 nicht zu. Die Wege in Südafrika sind eben ein wenig weiter als die in Deutschland. Deshalb sind wir mit grossen Erwartungen in Johannesburg nach Soccer City gefahren. Nach zähem Ringen und nicht immer fairen Tacklings, konnten die Spanier die Holländer letztendlich verdient mit 1:0 niederringen. Die Welt hat einen neuen Weltmeister, Spanien endlich den ersten Stern auf dem Trikot und Holland hat es auch im dritten Anlauf nicht geschafft.

Was bleibt als Fazit?
- Fussball bringt Menschen zusammen (gell Thorsten, Bernd und Frank)
- Dritter ist auch ein gutes Ergebnis
- In Jo'Burg war es mit 0 Grad und starkem Wind saukalt
- Nachts hatte ich in Jo'Burg Downtown echt Bammel
- Hospitality rules
- Südafrika war ein toller Gastgeber und es gab keinen Ärger
- Vuvuzelas sind definitiv zu laut
- Wir freuen uns auf Brasilien

Freitag, 2. Juli 2010

SAP will auf 1 Mrd. Anwender wachsen – Wahnsinn oder Realität?

Mann-o-Mann, dachte ich mir, da wird mal wieder deutlich, wo unsere Geschäftsleitung ihre Wurzeln hat... Die planen nämlich ähnlich optimistisch! Aber das nur am Rande...

"Unser ambitioniertes Ziel ist es, eine Milliarde SAP-Nutzer im Jahr 2015 zu erreichen", erklärte Co-Vorstandschef Bill McDermott vergangene Woche gegenüber dem Manager Magazin. Das heißt im Klartext, die wollen innerhalb von nur vier Jahren die Anzahl der SAP Nutzer um das 30-fache erhöhen! Denn aktuell arbeiten gerade mal 35 Mio Menschen mit SAP - und da sind die BusinessObjects-User mitgerechnet! Der Wahnsinn, oder? Und das verstehen die unter organischem Wachstum?


Moment, dachte ich mir, das muss ich mir genauer anschauen. Wie will die SAP das realisieren? Die Antwort kurz und knapp: Indem man völlig neue Usergruppen gewinnt - und zwar außerhalb der klassischen IT- und Fachabteilungen. Jaja, werdet ihr abwinken, wieder mal großzügig mit Marketing-Buzzwords um sich geschmissen. Aber... Es gibt tatsächlich zwei Ansätze, die dieses Ziel realistischer erscheinen lassen:


1) Mobile Anwendungen im Enterprise Umfeld


Dank der neuen Generation von Smartphones (iPhone, Blackberry) liegt hier viel Potenzial. Zugegeben, die flächendeckende Anbindung des Außendienstes ist ein gern bemühter Klassiker, der aber hinsichtlich Useranzahl nicht unterschätzt werden darf. Das Thema Wartung oder Rückmeldungen aus Produktionsprozessen ist aber definitiv brandneu und bietet Unternehmen Riesenchancen. Wer diesem Trend jetzt folgt, kann dank schnellerer Kommunikation eindeutige Wettbewerbsvorteile herausarbeiten.


2) Anwender an Kiosksystemen


Ich denke, dass dieser Punkt den Mammutanteil leisten wird. Wie viele Kunden kaufen heute schon z.B. ihre PrePaid Karten an Tankstellen oder Kiosken. Dafür braucht man eine Kauf- und Freigabesoftware. Und kann die nicht auch von SAP kommen? Und man muss bedenken, hinter jedem Verkaufsprozess steckt auch ein Billingprozess. Und die beherrscht die SAP wie kein Zweiter.


Ihr seht, dass der SAP Vorstand nicht an Größenwahnsinn leidet, sondern einfach die bestehende SAP Vision weiterverfolgt: Weg vom Prinzip "Erweiterungen der Software-Nutzer vom Professional bis zum Info User" hin zur Verankerung der SAP SoftWare in das alltägliche Leben jedes Einzelnen von uns. Klingt komisch - ist aber so.


Liebe Grüße,

Elsa